Ein in die Jahre gekommenes Bad kann das klare Manko einer Wohnung sein. Nach wie vor dienen die gewöhnungsbedürftigen Farbenspiele der 1970er Jahre als passendes Beispiel. Während diese Gestaltung offensichtlich den Zeitgeist traf, werden die Bäder heute belächelt und reihenweise saniert. Doch mit welchen Schritten ist es möglich, aus dem alten Badezimmer einen neuen Ort des Wohlfühlens zu machen?
Die Fliesen erneuern
Aus optischer Sicht bringen die Fliesen den mit Abstand größten Einfluss auf die Optik des Badezimmers mit sich. Entsprechen sie nicht den persönlichen Vorstellungen, so ist das Raumkonzept selbst mit einer gelungenen Einrichtung kaum mehr zu retten. Gleichsam ist es beim Austausch der Fliesen möglich, die eigenen handwerklichen Fähigkeiten zum Einsatz zu bringen. Wer selbst zu Kelle und Spachtel greift, reduziert die Kosten dieses Arbeitsschrittes allein auf das benötigte Material. Der optische Effekt, der auf diese Art erzielt werden kann, lässt derweil nichts zu wünschen übrig.
Für neue Ausstattung sorgen
Bereits an den kleinen Details kann sich entscheiden, ob ein Badezimmer als ein attraktiver Ort wahrgenommen wird. Die Installation von Toilettenpapierhalter aus Edelstahl und weiteren Utensilien im gleichen Design sorgt für einen einheitlichen und hochwertigen Eindruck des Zimmers. Auch hier hält sich der finanzielle Aufwand der Renovierung klar in Grenzen.
Auf der anderen Seite kann die Möblierung des Badezimmers über die Wahrnehmung entscheiden. Wer viel Wert auf das Badezimmer legt sollte in erster Linie für eine einheitliche Möblierung sorgen. Werden die einzelnen Einrichtungsgegenstände über einen längeren Zeitraum nach und nach erworben, so liegt ihnen zumeist kein einheitlicher Stil zugrunde. Kurze Überlegungen sollten derweil ausreichen, um den eigenen Bemühungen wieder eine klare Richtung zu verleihen.
Die Sanitäranlagen
Wer sich das Ziel setzt, mit einem kleinen Budget für eine ansprechende optische Veränderung zu sorgen, sollte im Badezimmer die zuerst aufgeführten Aspekte aufgreifen. Doch je nach Alter und Zustand führt oft kein Weg am Austausch der sanitären Anlagen vorbei. Zumeist ist hier die Hilfe eines Fachmanns notwendig, was die Kosten des Eingriffs deutlich ansteigen lässt. Hinzu kommt die Tatsache, dass es sich um einen schweren Eingriff an der Bausubstanz handelt. In den Tagen des Austauschs ist deshalb mit Schmutz und Lärm zu rechnen.
Wer jedoch auf braune oder dunkelgrüne Waschbecken vergangener Jahrzehnte blickt, an denen sich womöglich die Spuren des Gebrauchs allzu deutlich erkennen lassen, für den kann es durchaus hilfreich sein, über eine Nachrüstung nachzudenken. Letztlich ist damit die Chance verbunden, nicht nur die Optik zu verbessern. Darüber hinaus lässt sich etwa der so lang gehegte Wunsch einer begehbaren Dusche oder einer luxuriösen Badewanne verwirklichen, für den bislang noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen war.
Eine Frage von Budget und Wahrnehmung
Letztlich hängt es einerseits von der eigenen Wahrnehmung ab, an welchen Stellschrauben bei der Sanierung des Badezimmers gedreht werden soll. Zudem bleiben finanzielle Aspekte bei diesem Ansatz zu bedenken. Besonders bei einem Einsatz professioneller Handwerker können die Kosten schnell bis in den mittleren vierstelligen Bereich steigen. So muss im Vorfeld geklärt werden, welche Faktoren tatsächlich eine Verbesserung wert sind und wo es sich womöglich lohnt, selbst Hand anzulegen, um dadurch die Kosten des Eingriffs insgesamt zu reduzieren.